01. Juli 2021 /

Zum Fest Mariä Heimsuchung

2. Juli

Zum heutigen Fest erzählt uns das Lukasevangelium (Lk. 1, 39-56), dass Maria und Elisabeth einander begegnen. Dabei hüpft das Kind Johannes im Leib der Elisabeth vor Freude.

Nun sind Kindsbewegungen nichts Ungewöhnliches. Es ist auch nicht verwunderlich, dass sich schwangere Frauen gemeinsam freuen können. Die Schwangerschaften der beiden Frauen sind es schon. Denn die eine hätte es aus gesellschaftlichen, die andere aus biologischen Gründen eigentlich nicht geben können.

Das Besondere aber ist die Tiefe dieser Begegnungen.

Das Geheimnis Gottes im Anderen sehen – das ist etwas sehr Schönes und Kostbares. Nicht selten sieht man im Anderen, was einen stört oder was man ihm neidet. Aber es gibt Augenblicke, wo man die Einzigartigkeit und Größe in einem Mitmenschen aufleuchten sieht. Seine Bestimmung und seine Begabungen. Etwas, was erst noch werden wird. Das setzt ein sehendes Herz voraus und ein Gegenüber, dass sich diesem Blick nicht verschließt.

Freuen wir uns gemeinsam mit den beiden biblischen Gestalten, dass Gott „Großes an uns getan hat“ und dass er es immer wieder tut. Hüpfen ausdrücklich erlaubt.

Foto: Joachim Schäfer, Ökumenisches Heiligenlexikon, Internet