Liebe Schwestern und Brüder,  
Liebe Gemeinde,

st antonius pfarrer

durch die kurzen Tage und die langen Abende im November wird uns von der Natur ein Hinweis darauf gegeben (oder ein Angebot gemacht), womit wir uns als Christen in dieser Jahreszeit beschäftigen sollen. Das Thema Vergänglichkeit, Tod und die Auferstehung wird zum Beginn des Monats November durch die beiden Feste „Allerheiligen“ und „Allerseelen“ eingeleitet. Die ganze Natur scheint nach den Monaten des Wachstums und der Ernte zur Ruhe zu kommen. Das Sterben wird zu einem notwendigen Durchgang auf dem Weg zum neuen Leben. Aus der Erfahrung wissen wir, dass das neue Leben kommt.

Spätestens im Frühling erwacht wieder die Hoffnung auf das neue Leben. Wir Christen brauchen nicht so lange zu warten. Mitten im Winter leuchtet uns bereits die Hoffnung auf das neue Leben. Mit dem ersten Advent beginnt schon das Warten auf eine Geburt, auf die Geburt des Gottessohnes. Weihnachten ist ein Fest des Lebens mitten im Winter. Äußerlich deutet nichts auf ein freudiges Ereignis. Das Wirken des Hl. Geistes geschieht im Verborgenen und in der Stille. Das wird uns vielleicht besonders bewusst bei den Roratemessen, wenn wir versuchen, beim Kerzenlicht das Wesentliche, die Botschaft über die Ankunft des Herrn wahrzunehmen.

Liebe Schwestern und liebe Brüder. Vergänglichkeit und Neubeginn sind die Alltagserfahrungen der Menschen und doch erleben wir sie jedes Mal anders. Ihre Wahrnehmung ist abhängig von unserem Alter und Lebenssituation. Auch Advent und Weihnachten feiern wir jedes Jahr und trotzdem sind sie für uns immer wieder anders, jedes Mal entdecken wir einen neuen Aspekt der Botschaft, jedes Mal ist die Freude neu, echt und unverbraucht. Ich lade Sie ein, diese Aspekte unseres Glaubenslebens in den Alltag zu übertragen, in unser Gemeindeleben. Auch dort erleben wir Veränderungen, auch dort erleben wir Vergänglichkeit, die mit dem Absterben vergleichbar ist. Aber auch dort lebt die Hoffnung auf einen Neuanfang, die Hoffnung auf Weihnachten.

In den letzten Wochen sind zwei neue Steyler Mitbrüder in unsere Verantwortungsgemeinschaft gekommen. P. Ho, Anh Tuan (wohnt im Pfarrhaus in Cotta) und P. Victorin Oussoi (wohnt im Pfarrhaus in Löbtau). Viele von Ihnen haben die Beiden bereits in den Gottesdiensten erlebt. Ihre Anwesenheit bei uns ist, nach den vielen Veränderungen in der VG in den vergangenen Wochen und Monaten, ein Zeichen des Neuanfangs, ein Zeichen der Hoffnung. Ich glaube, das ist Weihnachten, ganz konkret und mitten unter uns. Ich wünsche mir und Ihnen, dass wir diese Zeit mit Ihrer Botschaft nicht verschlafen.

Ihr Pfarrer
P. Sławomir Rakus SVD

▸ weiterlesen

So finden Sie uns

Unsere Gemeinde finden Sie in Dresden-Löbtau in der Bünaustraße 10, nahe der Kesselsdorfer Straße. Die nächstgelegene Haltestelle ist "Bünaustraße". Verbindungsauskunft