Liebe Schwestern und Brüder,

st antonius pfarrer

die Fastenzeit hat angefangen. Sie ist eine geschenkte Zeit und sie ist, mit kirchlichem Vokabular ausgedruckt, eine geprägte Zeit. Was prägt sie oder vielmehr was soll uns in dieser Zeit prägen? Sie wird geprägt von dem, was am Aschermittwoch mit dem Empfang des Aschenkreuzes zum Ausdruck gebracht wird, sie wird geprägt durch die persönliche Bekehrung („bekehre dich und glaube an das Evangelium“).

Die Bekehrung kann zweifache Bedeutung haben. Sie kann die Rückkehr zum Ursprung, die Umkehr zur Quelle bedeuten. Sie kann aber auch eine Veränderung, die Wahl eines völlig neuen Weges bedeuten. Wenn die Umkehr eine Korrektur des Lebens, eine Rückkehr zum Ausgangspunkt ist, dann stellt sich einem Glaubenden die Frage, was der Ausgangspunkt und die Quelle des Christseins ist?

Es ist die Frage nach dem wesentlichen Inhalt des Lebens als Christ und die Antwort auf diese Frage verlangt Wahrheit, Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit. Durch diese drei geleitet kommt man unweigerlich zur Erkenntnis, dass die einzige Quelle und der Ursprung des Glaubens, die Beziehung zu Jesus Christus ist. Er ist das Fundament auf dem wir bauen, er ist auch der Maßstab an dem wir uns messen müssen und sollen im Bezug auf unser Verhältnis zu Gott und den Mitmenschen. Wir müssen also hauptsächlich an unserer Beziehung zu Jesus Christus arbeiten. Sie wieder in Ordnung bringen. Ihr unsere verstärkte Aufmerksamkeit schenken.

Wie kann das gelingen? Das Evangelium des Aschermittwochs (Mt 6, 1-6.16-18) bittet uns einen Wegweiser dazu. Er ist ein Vorschlag, sich neu zu orientieren, sich neu auf das Ziel auszurichten und eine Klarheit darüber zu gewinnen, was ich will und was mir wichtig ist. Der evangelische Wegweiser beinhaltet drei Hinweise oder drei Werkzeuge: Fasten, Almosen (Werke der Liebe) und Gebet. Sie sollen mich leiten, den richtigen Weg der Erneuerung zu finden, sie sollen mir helfen, das was in meinem Leben kaputt gegangen ist, zu reparieren. Sie sollen meine Beziehung zu Jesus heilen, erneuern und vertiefen. Liebe Schwestern und Brüder ich wünsche Ihnen in diesem Sinne eine gesegnete und gelungene Fastenzeit.

Ihr Pfarrer
P. Sławomir Rakus SVD

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