10. November 2016 /

Hilfe für Kinder in Rumänien

Wer macht mit?

Ich möchte Ihnen gern eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte, die nicht in irgendwelchen Büchern zu finden ist, sondern die das wahre Leben schreibt. Sie handelt von meinem Freund Micha. Er ist ein Mittevierziger, verheiratet, zwei Kinder. Beruflich betreibt er ein Bauunternehmen für Schalungsbedarf. Manchmal denke ich, dies macht er nur nebenbei. Denn eine Sache fasziniert ihn seit fast zwei Jahrzehnten: fast unablässlich tätig zu sein, um Kindern in Rumänien im Rahmen seiner Möglichkeiten zu helfen, besser leben zu können.

So ist mit Hilfe von verlässlichen Partnern ein vertrauensvolles Netzwerk entstanden, welches u.a. eine Suppenküche mit Verteilung betreibt für die alten Menschen in den Dörfer; Brot wird gebacken, womit Familien unterstützt werden, die ihre Kinder nicht auf die Straße, sondern in die Schule schicken, die damit für ihr Leben Bildung erfahren. Es gibt ein Projekt, in dem für Kinder mit Kleinstbehinderung geschaut wird, ob sich irgendwie eine Möglichkeit für eine OP oder anderweitige Unterstützung vor Ort oder in Deutschland ergibt.

Jedes Jahr fährt Micha mit einem Bautrupp Ehrenamtlicher dorthin, um Kontakt zu halten und Kleinstreparaturen in der Ausbildungswerkstatt für Jugendliche, der Kleiderkammer oder des Vereins-hauses zu machen. Und letztlich darf ich nicht vergessen, er braucht das Leuchten der Kinderaugen, wenn er seit über zehn Jahren die Weihnachts-päckchenaktion startet, bei der mittlerweile jährlich fast 1000 Pakete an Kinder und Jugendliche verteilt werden.

Das ist eine Geschichte, die erzählt werden muss. Lieber Leser, ich will diese Geschichte nicht nur erzählen, sondern ich will einladen und werben, diese Geschichte der Weihnachtspäckchenaktion zu unterstützen. Als Domgemeinde oder Besucher der Kathedrale sind wir gut in Liturgie - ein wichtiger Grundvollzug der Kirche. Doch wie sieht es aus in der Diakonie? Es würde uns gut tun, auch hier einen gemeinsamen Weg zu gehen. Micha könnte uns dabei helfen. Am 1. Dezember beginnt er seinen Transport für 2016 zu packen, damit er im Advent nach Rumänien den Kindern ein Glücksbringer sein zu können.

Wer macht mit? Ein Päckchen zu packen, etwas größer als ein Schuhkarton mit Dingen, die Kindern eine kleine Freude bereiten würden. Schokolade, ein Spielzeug, Stifte, Malbücher, Bastelsachen, aber auch Zahnpaste und -bürste sind genauso notwendig wie Teigwaren und Konserven aller Art. Erschütternd ist immer wieder, wenn Micha erzählt, dass viele Kinder gar kein richtiges Essen mehr bekommen, weil ihre Familien zu arm sind. Ein Signal, was mich nicht in Ruhe lässt. Wie machen wir es? Ich schlage vor, für alle, die ein Päckchen packen, dies frohen Herzens zu tun und bis zum 1. Dezember (2. Advent) sonntags oder werktags in die Kathedrale zu bringen und in der Sakristei abzugeben.

Möglichkeiten zur Abgabe gibt es auch im Pfarrbüro im Haus der Kathedrale. Wer kein Paket packen kann und dennoch die Weihnachtspäckchenaktion unterstützen will, kann auch mit einer Geldspende den Transport unterstützen. Der Erhalt einer Spendenquittung ist natürlich möglich. Ach so, wer sich für das Päckchen entscheidet, möge dies bitte mit fester Paketschnur verzurren, weil die Pakete mehrmals in die Hand genommen werden bis sie in den Kinderhänden landen. 

Packhilfe:

Bitte wählen Sie selber aus!

Spielsachen:

  • Kuscheltier, Puppe, Auto, Ball, Jojo, Puzzle,...

Hygieneartikel:

  • Zahnbürste (originalverpackt), Zahnpasta, Kamm, Creme, Waschlappen, Handtuch, Haarspangen, ...

Schulsachen:

  • Federtasche, Füller mit Patronenvorrat, Bleistifte, Buntstifte, Wachsmalstifte, Kreide, Malbuch, Bilderbuch (ohne Text), Radiergummi, Anspitzer, Hefte, Lineal, ...

Bekleidung:

  • Mütze, Schal, Handschuhe, T-Shirt, Socken, .Pullover, Hose, Unterwäsche, ...

Süßigkeiten:

  • (Sahne-) Bonbons, Lutscher, Traubenzucker, Schokolade, ...

Nahrungsmittel:

  • Nudeln, Reis, Trockennahrungsmittel, Konserven aller Art,... 

Ach übrigens: Micha heißt mit vollem Namen Michael Krätzig und wohnt in Neundorf bei Pima. Er wurde für sein Engagement 2013 mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Pirna ausgezeichnet. Wenn er das lesen würde, wäre es ihm vor Bescheidenheit peinlich. Ein gelun-genes Persönlichkeitsbild gibt es unter: http://www.pirna-tv.de/2015/12/14/gesichter-pirnas-mit-michael-kraetzig/

Norbert Büchner