Erstkommunion in St. Antonius

Ein großer Augenblick für alle

Am 11. Mai haben 23 Kinder in unserer Kirche die 1. Heilige Kommunion empfangen. 

Vor der Messe trafen sich 23 aufgeregt schwatzende und zapplige „Erstkommis“ im Saal. Da wurden erst einmal Kleider und Kerzen bestaunt und gefragt „Bist du auch schon aufgeregt?“

Nachdem dann alle die schlichten weißen Alben übergezogen und mit dem richtigen Knoten für das Zingulum gekämpft hatten, wurden die Eltern in die Kirche geschickt und die Kinder bereiteten sich in Ruhe und Andacht in ihrer kleinen Runde auf den Gottesdienst vor.

Jedes Kind konnte „seinen“ Weg zu Jesus nach gehen. In Stille legte danach jeder eine Hostie, und damit sich selbst mit seinen Sorgen und Nöten, seinen Freuden und seinen Erwartungen, in die Einlegeschale. Dann waren die Kinder für den großen Tag bereit.

Eltern, Großeltern, Paten und Freunde konnten miterleben, wie die vorhin noch so zappeligen 23 Erstkommunionkinder nunmehr andächtig und feierlich in die liebevoll geschmückte Kirche einzogen. Namentlich wurde jedes Kind aufgerufen und entzündete seine Erstkommunionkerze an der Osterkerze. In einem feierlichen und stimmungsvollen Gottesdienst erhielten die Kinder dann von Pfarrer Rakus die 1. Heilige Kommunion.

In den voran gegangenen beinahe acht Monaten wurden die Kinder in ihren Gruppenstunden auf diesen Tag vorbereitet. Was bedeutet es ein Christ zu sein? Warum gehen wir eigentlich in den Gottesdienst? Wer waren die Heiligen Drei Könige? Was ist Liturgie und was passiert in einer Messe? Wie kann ich Gott etwas erzählen? Wann erzählt er mir etwas? Wo begegne ich Jesus? Viele Fragen, auf die gemeinsam nach Antworten gesucht wurde. Natürlich wurde auch gemeinsam gesungen, gelacht, gespielt und gequatscht. Zum Danktag am 12. Mai stellte sich den Kindern dann die Frage, wie nach der Erstkommunion ihr christlicher Weg weiter gehen kann. Es gibt in unserer Gemeinde eine Vielzahl an Gruppen und Möglichkeiten: RKW, Kinderchor, Kindertreff, Ministrantendienst, Pfadfinder... Es liegt nun an uns als Gemeinde, diese Gruppen weiterhin engagiert vielfältig mit Leben zu füllen, so dass jedes Erstkommunionkind – sofern es möchte - seinen Platz in der Gemeinde finden und weiterhin christliche Gemeinschaft erleben kann.

Text: Katrin Kretschmer

 

 Foto: Thomas Eulitz