Fasching im Saloon

Bürger von Löbtown City zu Gast in Freevalley

Der große Vater im Weißen Haus hatte entschieden, dass die Missionsverwaltung der Ländereien von Freevalley, auch genannt Freital, mit Löbtown City zusammengeführt werden sollte.

Löbtown City grenzt, verbunden durch den Plauenschen Grand Canyon, an das Land von Free Walley an der Silberstraße, welches früher auch als Tal der Roten Wolke bekannt war.

Am 5. März des Jahres wurde nun eine erste offizielle Begegnung einer größeren Anzahl der benachbarten Siedler erwartet. Nur die Mutigsten von Löbtown City wagten sich, wahrscheinlich mit Hilfe ihrer Pfadfinder, durch den Plauenschen Grand Canyon ins Gebiet von Free Valley vor. Anspannung lag in der Luft: Denn Kundschafter der Joachikaner hatten die aus dem Missionshaus in Löbtown City mehrmals täglich aufsteigenden Rauchzeichen als Kriegserklärung gedeutet. Man wusste also nicht, in welcher Absicht die Fremden zu erwarten seien…

Was ist in den Fässern?

Als dann die Fremden auch noch mit vermeintlichen Pulverfässern anrückten, drohte die Situation beinahe mit einer Schießerei zu eskalieren, bis Einhalt gebietend eine weiße Friedensflagge aus den Rauchwolken auftauchte. Der Anführer der Löbtauer wedelte sie eifrig und beschwor die Siedler von Freevalley, sich doch von den friedlichen Absichten der Nachbarn überzeugen zu lassen. In denen aus Löbtown City mitgebrachten Fässern befand sich nämlich kein Schießpulver, sondern frischer Gerstensaft, um mit einem versöhnlichen Friedenszeichen die neue Zusammenführung der Missionsverwaltung zu begehen. Und so wurde schließlich im dicht gefüllten Saloon zünftig zusammen gefeiert. Bei Tanz und allerlei abendfüllendem Programm ging es dabei sehr lustig zu.

Burkhard Kindermann