Wasserströme in der Wüste

Weltgebetstag der Frauen

Wir laden am  Freitag, dem 7. März 2014, ab 16:30 Uhr zum Weltgebetstag in den Gemeindesaal der Hoffnungskirche (Clara-Zetkin-Straße) ein.

Der Weltgebetstag steht in diesem Jahr unter dem Thema "Wasserströme in der Wüste" und wurde von  Frauengruppen Ägyptens vorbereitet, einem Land, das zurzeit unter starken sozialen und religiösen Spannungen leidet.

Um 16:30 Uhr gibt es Informationen zu Ägypten, verbunden mit einem landestypischen Imbiss. Der ökumenische Gottesdienst beginnt um 18:00 Uhr; er wird von einer gemeinsamen Vorbereitungsgruppe aus den Gemeinden Frieden/Hoffung und St. Antonius gestaltet.

Herzlich eingeladen sind Frauen, Männer, Familien ... zum gemeinsamen Beten und zum Kennenlernen einer anderen Kultur.

Wir sind sehr froh, dass unsere Vorbereitungsgruppe in diesem Jahr größer geworden ist und so das kontinuierliche Interesse am Anliegen des Weltgebetstags wiederspiegelt. Die gemeinsame Vorbereitung hat schon eine mehr als 10jährige Tradition in unseren Gemeinden. Abwechselnd findet der Weltgebetstag in den Gemeinderäumen der Hoffungskirche und der St. Antonius-Kirche statt. Wegen der Renovierungsarbeiten in Gemeinderaum unserer St. Antonius-Kirche ist ausnahmsweise der Gemeinderaum der Hoffnungskirche zwei Mal nacheinander „an der Reihe“.

Das Motto der Weltgebetstagsbewegung: „Informiert beten – betend handeln“ in über 170 Ländern der Erde wird jährlich am ersten Freitag des Monats März der Weltgebetstag gefeiert. Die Liturgie des Weltgebetstags-Gottesdienstes wird jedes Jahr von Frauen eines anderen Landes verfasst, die sich in einem nationalen Weltgebetstag-Komitee zusammenfinden. So hat der Weltgebetstag jedes Jahr ein anderes Schwerpunktthema. Die vielfältigen Hoffnungen und Ängste, Freuden und Sorgen, Gaben und Bedürfnisse werden geteilt. Unterstützt wird dieser Tag vom Fairen Handel.

Weltgebetstag 2014
In diesem Jahr steht der Weltgebetstag unter dem Thema "Wasserströme in der Wüste" und beschäftigt sich mit der Situation in Ägypten. Als die Frauen des ägyptischen Weltgebetstags-Komitees 2011 mit der Vorbereitung ihrer Gottesdienstordnung begannen, ereignete sich der „Arabische Frühling“. Die politische und soziale Lage Ägyptens hat sich seither mehrfach geändert und Ägypten ist nicht mehr das Lieblingsland deutscher Urlauber.

Gewalt und Hass, auch religiös motiviert, forderten viele Menschenleben. Doch die Bitten und Visionen der Texte der Gottesdienstordnung bleiben hochaktuell: Alle Menschen in Ägypten, christlich und muslimisch, sollen erleben, dass sich die biblische Zusage von „lebendigem Wasser“ erfüllt und dass sich Frieden und Gerechtigkeit Bahn brechen, wie „Wasserströme in der Wüste“. Am Weltgebetstag 2014 und darüber hinaus schließen wir uns diesem Anliegen an.

Weltgebetstagskollekte
Mit der Weltgebetstagskollekte werden vorrangig Frauen- und Mädchenprojekte gefördert – in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien und auch in Europa. In Ägypten werden derzeit zwei Projekte gefördert: außerschulische Bildung für Mädchen und junge Frauen sowie Vernetzung von jungen Frauen, damit ihre Interessen in den aktuellen und längerfristigen politischen Prozessen besser berücksichtigt werden.

Christliche Präsenz und Ökumene in Ägypten
Die Frauen des ägyptischen Weltgebetstags-Komitees sind stolz auf die Geschichte des Christentums in Ägypten. Der Evangelist Markus gilt als Begründer der ägyptischen Kirche, aus der eine reiche Ordenskultur und berühmte Kirchenväter hervorgingen. Heute sind rund 90% der Bevölkerung muslimisch, 10% gehören einer christlichen Kirche an, die meisten der Koptisch-orthodoxen Kirche, etwa 165.000 der Koptisch-katholischen Kirche und etwa 300.000 der Koptisch-evangelischen und Presbyterianischen Kirche. 1928 wurde der Weltgebetstag in Ägypten erstmals von Frauen der Presbyterianischen Kirche begangen, andere Konfessionen schlossen sich bald an, so dass eine lange landesweite Tradition besteht.
Bereits zwei Mal, 1959 und 1975, haben ägyptische Christinnen schon eine Gottesdienstordnung geschrieben.
Die ägyptische Künstlerin Souad Abdelrasoul empfindet es als eine Ehre, als Muslimin mit ihrem Titelbild zum Weltgebetstag beizutragen, denn „Gott ist das Ziel, wie verschieden auch immer die Wege zu ihm sind.“

Informationen auch unter www.weltgebetstag.de

Text: Familie Staubach
Grafik: Künstlerin Souad Abdelrasoul