Partnerschaft mal anders gelebt ...

Telebrücke zwischen Saratow und Dresden

приве́т, как дела́? - Hallo, wie gehts? - hieß es heute von Saratow nach Dresden und zurück. Um die Partnerschaft zu unserer über 2.700 km entfernten Partnergemeinde St. Clemens in Russland zu pflegen, trafen sich am 25. November 2012 ca. 20 Gemeindemitglieder, um eine mediale Brücke zu schlagen.

In Saratow war es ca. 14.30 Uhr als nach dem Familiengottesdienst  in Dresden die Internetverbindung und die Webcam stand und wir als Gemeinde online gingen. Nach einem herzlichen und gegenseitigem Begrüßen stand zunächst der persönliche Austausch zwischen den Saratower Jungendlichen und unserer Jugend im Vordergrund.

Im Mittelpunkt unserer medialen Begegnung stand ebenfalls die Vorstellung der afrikanischen Studenten in Saratow, die Teil der Gemeinde in St. Clemens sind. Um den Weg zu bahnen, stellte sich vorerst unser neuer Kaplan Josef aus Ghana den Studenten vor und die Kommunikation wechselte zwischen Deutsch, Englisch und Russisch sowie fröhlichem Lachen. Die Studenten finden in der russischen Gemeinde "echte" Integration. In der Regel, je nach Studiengang, leben die Afrikaner zwischen vier und sieben Jahren in Saratow, bevor sie wieder in ihre Heimat zurückkehren. Sie kommen u. a. aus Nigeria, Ghana oder Tansiania, um Mathematik, Medizin oder Biologie zu studieren. Schwester Lena gibt der 20-köpfigen Gruppe ein "Zuhause" und nimmt ihnen die Fremde. Sie organsiert für sie Wallfahrten und Exerzitien. Inszwischen ist die Gruppe in der Gemeinschaft in St. Clemens zu einer "(Ersatz)-familie geworden.

Dann gab es natürlich noch Neuigkeiten aus Saratow zu berichten. Leider auch besorgende: Schwester Natascha hatte einen Verkehrsunfall, so dass sie an der Telebrücke nicht teilnehmen konnte. Es sei nicht so schlimm. Unser Weihnachtspaket, das wir jährlich mit immer wieder anderen Überraschungen nach Saratow senden, ist wohlbehalten eingetroffen. Ein großer Dank ging an unsere Gemeinde. Dann gebe es noch zwei Deutsche im Bistumsgebiet, die dort ihren Freiwilligendienst leisten. Natürlich war der Wunsch nach Freiwilligen auch für Saratow gestellt worden - mit einem Augenzwingern an uns gerichtet.

Das Singen verbindet, weiß jeder. Wir sangen für unsere Freunde in Saratow das Lied aus dem Gotteslob "Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht ..." und erzählten von der Geschichte um der Heiligen Elisabeth, die das Brot über Schranken hinweg  an Arme verteilte.

Den besonderen Abschluss bildete das gemeinsame Gebet, jeder in seiner Sprache -  "Vater unser" und das "Gegrüße seist Du Maria".

Nach einer ca. einstündigen Gespräch war eines ganz klar - wir müssen die Telebrücke unbedingt wiederholen - denn Partnerschaft lässt sich so wunderbar leben und natürlich pflegen.

Ein großer Dank an die Dolmetscher Zhenya und an Kaplan Josef.

Fotoquelle: www.pfarrbriefservice.de, Bistum Essen