11. Februar 2013 /

Das Jahr 2012 in St. Antonius - ein Rückblick

... Zahlen, Fakten und Erlebtes zusammengefasst

Ein ereignisreiches Jahr geht seinem Ende entgegen und wir wollen noch einmal zurückschauen.

Zunächst einige Worte zur Situation unserer Pfarrei. Seit nunmehr zwei Jahren sind wir die Pfarrei „Heilig Geist in Dresden Löbtau und Freital“, die sich von hier bis an den Rand des Tharandter Waldes erstreckt. Unser Pfarrer schafft es nicht mehr an einem Tag, die Pfarrei zu durchwandern. Unser Anliegen ist es, die Seelsorge weiterhin wie bisher vor Ort in den beiden Gemeindestandorten in Löbtau und Freital zu beheimaten, dabei aber bestimmte Aufgaben gemeinsam anzugehen, dort wo es sinnvoll ist.

Um dieses Vorhaben umzusetzen, sind neben dem gemeinsamen Pfarrgemeinderat zwei sogenannte Seelsorgeräte eingesetzt worden, die für die konkreten Anliegen der Ortsgemeinden in Löbtau und Freital zuständig sind. Diese bestehen aus Mitglieder des Pfarrgemeindrates und weiteren hinzuberufenen Gemeindemitgliedern.

Für unseren Pfarrer bedeutete es eine rege Pendeltätigkeit zwischen beiden Kirchen. Zurzeit wird er unterstützt durch Pfarrer Klose, der seinen Ruhestand in unserer Pfarrei verbringt, im Pfarrhaus in Freital wohnt und einen Teil der Gottesdienste übernimmt.
Im Februar nahm Kaplan Joseph aus Ghana seinen Dienst in unserer Pfarrei und in der Nachbarpfarrei in Dresden-Cotta auf und unterstützt unseren Pfarrer bei den seelsorgerischen Aufgaben in der Gemeinde.

Gleichwohl machte uns diese Zeit deutlich, welche Anforderungen in Zukunft an Gemeinde gestellt werden, wenn weniger Priester für die Gemeinden tätig sein können. Hier ist zunehmend Ihre Mithilfe, Ihr Mitdenken und Mitverantwortung gefragt und nicht zuletzt die Bereitschaft neue, auch längere Wege zu gehen und auch liebgewordene Dinge loszulassen. Man kann sich schon heute deutlich vor Augen halten, dass wir uns in den kommenden Jahren auf einige Veränderungen einstellen müssen, die unsere Gewohnheiten und Befindlichkeiten hinterfragen.

 

Zahlen des Jahres 2012:

Unsere gesamte Pfarrei hat 3.251 Mitglieder, davon 2.065 Personen hier in Löbtau. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen kleinen Zuwachs. Die folgenden Zahlen betreffen ebenfalls den Löbtauer Gemeindeteil:

  • Durch das Sakrament der TAUFE wurden in unsere Gemeinde 18 Personen aufgenommen.
  • 15 Kinder empfingen ihre Erste Heilige Kommunion.
  • Das Sakrament der EHE spendeten sich 16 Paare, einige davon auch außerhalb.
  • Bei BEERDIGUNGEN haben wir 12 Gemeindemitglieder zu Grabe geleitet.

Das Durchschnittsalter der Gemeinde beträgt 36 Jahre. Dass wir eine „junge Gemeinde“ sind, können Sie jeden Sonntag im sehr gut gefüllten „10 Uhr“ Gottesdienst feststellen.

Freie Plätze werden jedoch aus den Werktagsgottesdiensten gemeldet. Dienstags, mittwochs und donnerstags besteht in unserer Kirche die Möglichkeit, den Gottesdienst mitzufeiern.

 

Ereignissen und Veranstaltungen das Gemeindeleben:

  • Während des Jahres hatten wir verschiedene thematische Gemeindeabende, die von der sogenannten Großen Gruppe organisiert wurden, sowie Vorträge mit verschiedenen Referenten und auch thematische Filmabende.
  • Es gab mehrere musikalische gestaltete Vespergottesdienste und wir hatten auch verschiedene Chöre in unserer Kirche zu Gast.
  • Erstmalig wurde ein Gottesdienst im Freien hier auf unseren Vorplatz gefeiert, der durch Chor und Band würdig begleitet wurde.
  • Gepflegt wurde auch das Angebot der Gottesdienste in sorbischer Sprache und so sind wir wohl die einzige Kirche in Dresden, die auch ein sorbisches Messbuch im Schrank hat.
  • Im Mai und Oktober fanden Treffen für unsere neuzugezogenen Gemeindemitglieder statt. Dazu verschickten wir insgesamt ca. 250 Einladungen. Insgesamt 16 Personen nahmen dieses Angebot wahr. Von den Teilnehmern dieser Treffen wurde diese Form der Kontaktaufnahme freudig begrüßt. Es ist wichtig für unsere Gemeinde, immer offen und „ansprechend“ auf die Menschen zuzugehen.
    In diesem Jahr beteiligten wir uns auch an der „ Nacht der Kirchen“ mit einem vielseitigen Programm.
  • Die diesjährige religiöse Kinderwoche wurde gemeinsam mit Freital und unserer evangelischen Nachbargemeinde Frieden und Hoffnung gehalten. Mehr als 80 Kinder nahmen daran teil. Aufgrund dieser hohen Kinderzahl wird die RKW im kommenden Jahr wieder jeweils in Freital und Löbtau stattfinden.
  • Zum vierten Mal wurde eine „Weihnachtsbesinnung für Löbtau“ angeboten. 11 Personen sind dieser Einladung gefolgt und haben sich herzlich bedankt für dieses Angebot und zur Weiterführung ermutigt.

 

Gruppen und Kreise unserer Gemeinde: 

  • Ca. 10-15 Personen arbeiten im Kinderpastoralkreis mit und sorgen für die verschiedenen Angebote für unserer kleinen Gemeindemitglieder.
  • Für die Schulkinder gibt es 2 x im Monat den Kindertreff und wöchentlich den Kinderchor.
  • Es gab es Religiöse Kindersamstage für Kinder im Kindergartenalter, ca. 30 Kinder nahmen daran teil.
  • Im 10 Uhr Gottesdienst am Sonntag wird eine Kinderkatechese angeboten.
  • Weiterhin gibt es in der Gemeinde 10 Haus- und Familienkreise.
  • Die so genannte „Große Gruppe“ der über 60 jährigen trifft sich mehrmals im Jahr zu thematischen Abenden und diese Gruppe trägt auch viele Dienste in der Gemeinde.
  • Unsere Senioren treffen sich einmal im Monat nach dem Dienstagsgottesdienst zu einem gemeinsamen Vormittag.
  • Zur Adventsfeier der Senioren konnten ca. 30 unserer älteren Gemeindemitglieder begrüßt werden.
  • Dank gilt hier auch unserer Caritasgruppe, für die Betreuung und Besuche der Senioren.
  • Der Saratowkreis hat in diesem Jahr zwei Treffen mit den Jugendlichen der Partnergemeinde in Saratow per Videokonferenz durchgeführt, bei denen die bestehenden Kontakte vertieft werden konnten, außerdem wurden Osterkerzen, Weihnachtsgeschenke und Spenden nach Saratow geschickt.
  • Einen besonderen Dank möchten wir an den Kirchenchor richten, der die Festgottesdienste des Jahres sehr würdig gestaltet hat. Zudem hält unser Kirchenchor den Kontakt zur Partnergemeinde in Ottobrunn
    Erwähnen möchten wir hier auch, dass in unserer Gemeinde neben dem Kantor Herrn Heine insgesamt 5 weitere Personen bereit stehen, um zu den Gottesdiensten die Orgel zu spielen.

Für all die schönen Erlebnisse und Veranstaltungen sind wir dankbar, und bei alldem, was wir in unserer Gemeinde tun,
wollen wir immer auch den Blick für das Wesentliche bewahren und das ist Jesus Christus in der Mitte unserer Gemeinde.

Als Gemeinde sind wir immer wieder neu gefragt, zu bedenken, was wirklich wichtig ist und wofür wir uns einsetzen wollen- das Kreuz will uns den Weg weisen.

Am Ende dieses Jahres gilt der DANK all jenen, die in verschiedenster Weise oft auch unbemerkt und im Hintergrund, durch ihre Tätigkeit in Gruppen, Kreisen, und anderen Bereichen dafür sorgten und sorgen, dass wir eine lebendige Gemeinde sind. Lebendige Gemeinde heißt aber auch Bewegung und beständige Veränderung.

Zum Jahresende verabschieden wir drei unserer fleißigen Frauen der Kirchen-reinigung und auch unsere „Sambalita-Band“, die viele unserer Gemeindefeste begleitet hat, in den verdienten Ruhestand. Ihnen gilt unser Dank für den treuen Dienst in den vielen Jahren.

Der Pfarrgemeinderat dankt auch der ganzen Gemeinde für ihre Mitarbeit und Unterstützung und für die Spenden und besonders für Ihr Gebet.
Wir danken auch unserem Pfarrer Madro, unserem Pfarrer i.R. ( in Reichweite) Klose und unserem Kaplan Joseph für Ihre Dienste an unserer Gemeinde, und wir möchten daran erinnern, dass auch wir für unsere Geistlichen da sein sollen, unser Pfarrer freut sich auch immer über einen Besuch im Pfarrhaus. Ebenso wichtig wie ein Besuch ist aber auch unser aller fürsprechendes Gebet. Für das kommende Jahr möchten wir Sie alle einladen zu einem wohlwollenden Miteinander im Zeichen der Nächstenliebe, zur Bereitschaft in der Gemeinde Verantwortung anzunehmen, unsere Gemeinde mitzutragen, mitzutun auch mit kleinen Dingen, mit offenen Herzen und offenen Händen hier in St. Antonius und in Heilig Geist

Für das Jahr 2013 bitten wir um den Segen Gottes,

Für den Seelsorgerat in Löbtau

gez.  Marco Bannert

 

Fotoquelle: "Jahreswende" - Katharina Wagner, pfarrbriefservice.de