So bunt wie unser Glauben - unser Gemeindeleben

... das war 2013 in unserer Gemeinde - Jahresrückblick für den Gemeindeteil Dresden-Löbtau

Seit nunmehr drei Jahren sind wir die Pfarrei „Heilig Geist in Dresden Löbtau und Freital“, die sich von hier bis an den Rand des Tharandter Waldes erstreckt. Unser Pfarrer benötigt also mindestens einen Tag um die Pfarrei mit dem Fahrrad zu durchfahren.

Im Sommer wurde unser Pfarrer Madro zum Pfarrer in Berlin Charlottenburg ernannt und wechselte von der Elbe an die Spree. Als neuen Pfarrer hier in Löbtau konnten wir Pater Slawomir Rakus begrüßen, der fortan in unserer Pfarrei tätig ist. Wir sind seine erste Pfarrei, die Tätigkeit als Pfarrer ist neu und wir alle sind eingeladen, ihn in unserer Gemeinde aufzunehmen und zu begleiten. Wir freuen uns und sind dankbar, dass er bei uns sein kann.

Unser Anliegen ist es, die Seelsorge weiterhin wie bisher vor Ort in den beiden Gemeindestandorten in Löbtau und Freital zu beheimaten, dabei aber bestimmte Aufgaben gemeinsam anzugehen, dort wo es sinnvoll ist. Um dieses Vorhaben umzusetzen, sind neben dem gemeinsamen Pfarrgemeinderat zwei sogenannte Seelsorgeräte eingesetzt worden, die für die konkreten Anliegen der Ortsgemeinden in Löbtau und Freital zuständig sind. Diese bestehen aus Mitglieder des Pfarrgemeindrates und weiteren hinzuberufenen Gemeindemitgliedern.

Für unseren Pfarrer bedeutete es eine rege Pendeltätigkeit zwischen beiden Kirchen. Zurzeit wird er unterstützt durch Pfarrer Klose, der seinen Ruhestand in unserer Pfarrei verbringt, im Pfarrhaus in Freital wohnt sowie durch Kaplan Joseph, der seinen Dienst in unserer Pfarrei und in der Nachbarpfarrei in Dresden-Cotta versieht.

Gleichwohl machte uns diese Zeit deutlich, welche Anforderungen in Zukunft an Gemeinde gestellt werden, wenn weniger Priester für die Gemeinden tätig sein können. Hier ist zunehmend Ihre Mithilfe, Ihr Mitdenken und Mitverantwortung gefragt und nicht zuletzt die Bereitschaft neue, --auch längere Wege-- zu gehen und auch liebgewordene Dinge loszulassen. Man soll sich schon heute deutlich vor Augen halten, dass wir uns in den kommenden Jahren auf einige Veränderungen einstellen müssen, die unsere Gewohnheiten und Befindlichkeiten hinterfragen.

Zahlen zu unserer Gemeinde:

Unsere gesamte Pfarrei hat 3264 Mitglieder, davon 2073 Personen hier in Löbtau. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen kleinen Zuwachs.
Die folgenden Zahlen betreffen ebenfalls den Löbtauer Gemeindeteil:

  • Durch das Sakrament der TAUFE wurden in unsere Gemeinde 10 Personen aufgenommen.
  • 14 Kinder empfingen ihre Erste Heilige Kommunion.
  • Das Sakrament der EHE spendeten sich 10 Paare.
  • Bei BEERDIGUNGEN haben wir 5 Gemeindemitglieder zu Grabe geleitet.
  • Im vergangenen Jahr waren 18 Kirchenaustritte zu verzeichnen.

Das Durchschnittsalter der Gemeinde beträgt 37 Jahre.  Dass wir eine „junge Gemeinde“ sind, können Sie jeden Sonntag im sehr gut
gefüllten „10 Uhr“ Gottesdienst feststellen.

Freie Plätze werden jedoch aus den Werktagsgottesdiensten gemeldet. Dienstags, mittwochs und donnerstags besteht in unserer Kirche die Möglichkeit, den Gottesdienst mitzufeiern.

Außer trockener Statistik prägten aber auch eine Vielzahl von Ereignissen und Veranstaltungen das Gemeindeleben:

  • Während des Jahres hatten wir verschiedene thematische Gemeindeabende, die von der sogenannten Großen Gruppe organisiert wurden, sowieVorträge mit verschiedenen Referenten.
  • Gepflegt wurde auch das Angebot der Gottesdienste in sorbischer Sprache und so sind wir wohl die einzige Kirche in Dresden, die auch ein sorbisches Messbuch im Schrank hat.
  • Im Mai und Oktober fanden Treffen für unsere neuzugezogenen Gemeindemitglieder statt. Dazu verschickten wir insgesamt ca. 170 Einladungen. Insgesamt 15 Personen nahmen dieses Angebot wahr.  Von den Teilnehmern dieser Treffen wurde diese Form der Kontaktaufnahme freudig begrüßt. Es ist wichtig für unsere Gemeinde, immer offen und drei „ansprechend“ auf die Menschen zuzugehen.
  • Die diesjährige religiöse Kinderwoche wurde gemeinsam mit unserer evangelischen Nachbargemeinde Frieden und Hoffnung gehalten. Mehr als 65 Kinder nahmen daran teil.
  • Zum fünften Mal wurde eine „Weihnachtsbesinnung für Löbtau“ angeboten. 11 Personen sind dieser Einladung gefolgt und haben sich herzlich bedankt für dieses Angebot und zur Weiterführung ermutigt.

Bedenken wir bitte, das es zu den wichtigen Aufgaben einer Gemeinde wie unserer gehört, nach Außen auf die Menschen zuzugehen, nicht nur für uns selbst da zu sein, sondern auch für die Welt.

Schauen wir nun auch auf die Gruppen und Kreise unserer Gemeinde:

  • Ca. 20 Personen arbeiten im Kinderpastoralkreis mit und sorgen für die verschiedenen Angebote für unserer kleinen Gemeindemitglieder.
  • Für die Schulkinder gibt es 2 x im Monat den Kindertreff und wöchentlich den Kinderchor.
  • Zwei Studentinnen gestalten für die Kinder der 5. bis 7.Klasse einen Vorjugendtref.
  • Es gab es Religiöse Kindersamstage für Kinder im Kindergartenalter, ca. 20 Kinder nahmen daran teil.
  • Im 10 Uhr Gottesdienst am Sonntag wird eine Kinderkatechese angebote.
  • Weiterhin gibt es in der Gemeinde 10 Haus- und Familienkreis. 
  • Die so genannte „Große Gruppe“ der über 60-jährigen trifft sich mehrmals im Jahr zu thematischen Abenden und diese Gruppe trägt auch viele Dienste in der Gemeinde.
  • Wir haben auch eine engagierte Wandergruppe, die regelmässig gemeinsam unterwegs ist.
  •  Unsere Senioren treffen sich einmal im Monat nach dem Dienstagsgottesdienst zu einem gemeinsamen Vormittag.
  •  In diesem Jahr hatten wir erstmalig eine Adventsfeier für die ganze Gemeinde, zu der besonders auch die Senioren eingeladen waren. Ca. 50 Gemeindemitglieder nahmen daran teil. Dank gilt allen, die sich an den vielfältigen Vorbereitungen beteiligt haben.
  • Dank gilt hier auch unserer Caritasgruppe, für die Betreuung und Besuche der Senioren.
  •  Der Saratowkreis pflegt die bestehenden Kontakte. Außerdem dem wurden Osterkerzen, Weihnachtsgeschenke und Spenden nach Saratow geschickt.
  • Einen besonderen Dank möchten wir an den Kirchenchor richten, der die Festgottesdienste des Jahres sehr würdig gestaltet hat. Zudem hält unser Kirchenchor den Kontakt zur Partnergemeinde in Ottobrun.
  • Erwähnen möchten wir hier auch, dass in unserer Gemeinde neben dem Kantor Herrn Heine insgesamt 5 weitere Personen bereit stehen, um zu den Gottesdiensten die Orgel zu spielen. 

Für all die schönen Erlebnisse und Veranstaltungen sind wir dankbar, und bei alldem, was wir in unserer Gemeinde tun, wollen wir immer auch den Blick für das Wesentliche bewahren und das ist Jesus Christus in der Mitte unserer Gemeinde.

Als Gemeinde sind wir immer wieder neu gefragt, zu bedenken, welchen Weg Gott mit uns gehen will, was wirklich wichtig ist und wofür wir uns einsetzen wollen. 

Am Ende dieses Jahres gilt der DANK all jenen, die in verschiedenster Weise oft auch unbemerkt und im Hintergrund, durch ihre Tätigkeit in Gruppen, Kreisen, und anderen Bereichen dafür sorgten und sorgen, dass wir eine lebendige Gemeinde sind. Lebendige Gemeinde heißt aber auch Bewegung und beständige Veränderung.

Konkret heißt das: Im September des kommenden Jahr steht die Wahl des Pfarrgemeinderates und die Bildung des Seelsorgerates an, und wir möchten Sie schon heute bitten, zu überlegen, wer bereit ist, in diesen Gremien mitzuarbeiten.

Der Pfarrgemeinderat dankt der ganzen Gemeinde für ihre Mitarbeit und Unterstützung und für die Spenden und besonders für Ihr Gebet.

Wir danken auch unserem Pfarrer Rakus, Pfarrer Madro, unserem Pfarrer i.R. ( in Reichweite) Klose und unserem Kaplan Joseph für Ihre Dienste an unserer Gemeinde, und wir möchten daran erinnern, dass auch wir für unsere Geistlichen da sein sollen, unser Pfarrer freut sich auch immer über einen Besuch im Pfarrhaus. Ebenso wichtig wie ein Besuch ist aber auch unser aller fürsprechendes Gebet.

Für das kommende Jahr möchten wir Sie alle einladen zu einem wohlwollenden Miteinander im Zeichen der Nächstenliebe, zur Bereitschaft in der Gemeinde Verantwortung anzunehmen, unsere Gemeinde mitzutragen, mitzutun auch mit kleinen Dingen, mit offenen Herzen und offenen Händen hier in St. Antonius und in Heilig Geist

Für den Seelsorgerat in Löbtau

gez. Marco Bannert

Foto: pfarrbriefservice.de / Bernhard Riedl