Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Gemeinde,

st antonius pfarrerunsere Welt braucht nicht viele große Worte, sie braucht Vorbilder. Diese Weisheit gab mir, damals einem jungen Novizen, vor vielen Jahren ein Franziskanerbruder auf den Weg. Sie hat mich immer auf meinem Lebensweg bis heute begleitet. Ganz besonders dachte ich daran am 1. Mai d.J. als die Kinder unserer Pfarrei zur Erstkommunion gegangen sind. Haben wir alles richtig gemacht? Sind sie gut vorbereitet? Inzwischen bin ich gelassen geworden. Gott wird schon zum Guten führen, was wir angefangen haben. Letztendlich sind nicht die schlauen Worte entscheidend, die die Kinder gehört haben, sondern das, was Ihnen von uns allen als Gemeinde vorgelebt wird.

Wenn ich diese Worte heute am Christi Himmelfahrt schreibe, befindet sich unsere Gemeinde nach der Feier der I- Kommunion auf dem Weg zu zwei wichtigen Ereignissen im Kirchenjahr. Das erste ist Pfingsten. Ein Fest, an dem alles und alle „begeistert“ werden. Es beginnt die Zeit der Kirche nach der Auferstehung Jesu und nach der anfänglichen Unsicherheit der Jünger. Sie begreifen, dass die Sendung und die Verkündigung keine Aufgabe von einem engen Kreis der Auserwählten ist, sondern von jedem, der getauft ist und sich als Nachfolger Jesu versteht.

Damit kommen wir zum zweiten wichtigen Ereignis im Leben unserer Gemeinde, unserem Patronatsfest. Der Nachfolger braucht Vorbilder, er tritt in die Fußstapfen derer, die schon vor ihm den Weg gegangen sind, denen es gelungen ist, ein Aspekt der Sendung zu verinnerlichen und zu verwirklichen. Das Vorbild für uns auf diesem Weg ist der Hl. Antonius. Es geht nicht darum, alles genauso wie er zu machen. Er hat seine Sendung und seine Berufung verwirklicht. Wir müssen, jeder einzelne von uns, unseren Weg gehen.

Auf Antonius dabei zu schauen, kann helfen, Mut und Kraft für den Weg zu finden, sich nicht entmutigen zu lassen und nicht aufzugeben. Er und viele andere sind bereits den Weg der Nachfolge gegangen und es ist ihnen gelungen etwas von der Botschaft Jesu der Welt näher zu bringen und damit die Welt ein Stückchen besser zu machen. Damit ist er für uns ein Vorbild.

Gerade heute auf unserem gemeinsamen und nicht einfachen Weg, auf dem Weg der Veränderungen in der Gesellschaft und in unserem Bistum, auf dem Weg des Erkundungsprozesses, auf dem Weg des gemeinsamen Schauens in die Zukunft. Mit Hilfe des Hl. Antonius können wir das, was auf uns zukommt mit Zuversicht und Gelassenheit gestalten.

Gott lässt uns auf seine Fürbitte nicht allein, dessen bin ich sicher.

Ihr Pfarrer
P. Sławomir Rakus SVD

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