Liebe Schwestern und Brüder,

st antonius pfarrer

die ersten Stürme fegen durch unsere Stadt, die Bäume verlieren ihr Laub, die Tage werden kürzer und deutlich kälter, der Herbst ist da. Es ist wieder die Zeit eine warme Decke herauszuholen, eine Kerze anzuzünden, die im Sommer nicht angefassten Bücher abzustauben und sich bei einer Tasse Tee und einer brennenden Kerzen gemütlich zu machen. Der Herbst lädt abwechselnd dazu ein, die Zeit für sich zu haben, Zeit zur Erinnerung, Zeit zum Nachdenken, Zeit dafür die Sommererlebnisse zu verdauen. Die langen Herbstabende geben die Gelegenheit, die Fülle der Erlebnisse und Eindrücke, der Begegnungen und Erfahrungen langsam Revue passieren zu lassen und sich zu fragen: was haben sie mir gebracht? Was haben sie mit mir gemacht? Wie haben sie mich verändert?

Macht man das, so entdeckt man, wie reich man beschenkt worden ist und welchen Schatz an Lebenserfahrungen man gesammelt hat. Macht man das, so verspürt man auf einmal eine tiefe Dankbarkeit dafür, so unermesslich und großzügig beschenkt worden zu sein. Macht man das, so feiert man Erntedank. Erntedank im doppelten Sinne. Dank für die Früchte der Erde, Dank für das Essen und Trinken, für das tägliche Brot, für das Können und die Arbeit der Landwirte, aber auch für das spirituelle Wachstum, für die menschliche Reife, für die Fülle der Gaben, die auch unsere Seele ernähren.

Menschen, die danken, wird bewusst, daß sie nicht alles aus eigener Kraft geschafft haben, daß sie all das jemanden zu verdanken haben. Als Christen sollen wir beim Erntedank auch unsere Gemeinde und unsere Schwestern und Brüder nicht aus den Augen verlieren und dankbar sein, für die gemeinsamen Erfahrungen der letzten Tage, Wochen und Monate. Für die Erfahrungen und Prozesse in der Verantwortungsgemeinschaft, die uns näher bringen, uns spüren lassen, dass wir trotz Unterschiede auf dem gemeinsamen Weg sind.

Liebe Schwestern und Brüder zum Erntedank, danke ich Ihnen allen für ihren Einsatz in unserer Gemeinde. Ich danke Ihnen für ihre Talente, Charismen und Gaben, für ihre Zeit und Mühe, für ihre Sorgen und Aufregungen und ich danke ihnen für ihr Interesse.

Vergelt’s Gott.

Ihr Pfarrer
P. Sławomir Rakus SVD

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Unsere Gemeinde finden Sie in Dresden-Löbtau in der Bünaustraße 10, nahe der Kesselsdorfer Straße. Die nächstgelegene Haltestelle ist "Bünaustraße". Verbindungsauskunft