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Gottesdienste 

Hygieneauflagen, Anmeldung hier: 

für 18. Nov.

für 21./22. Nov.

für 28./29. Nov.

Gottesdienstzeiten 

Dienstag              9 Uhr
Donnerstag     18 Uhr
Samstag     18:30 Uhr
Sonntag      8:30 und 10:30 Uhr

Aktuelle Vermeldungen

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Gemeinde,

st antonius pfarrer

am ersten Advent beginnt das neue liturgische Jahr. Es beginnt mit dem Ruf des Evangeliums, wachsam zu sein (Mk 13,35), am ersten Adventssonntag. Die Wachsamkeit ist für den biblischen Autor kein Selbstzweck, sie soll vielmehr dazu dienen, das Warten auf die Ankunft des Herrn bewusst zu gestalten und nicht zu verpassen. Warum ist die Ankunft des Herrn so wichtig? Sie ist so wichtig, weil es nicht um irgendeinen Herrn geht. Es geht um die Ankunft des Messias, des Erlösers und deshalb ist sie wichtig. Die Ankunft des Messias ist auch deshalb wichtig, weil damit eine alte Verheißung in Erfüllung geht, die Verheißung der messianischen Zeit, die die Propheten angekündigt haben.

Stellvertretend für die Propheten werden im Advent die Texte aus dem Propheten Jesaja zitiert. Jesaja breitet vor uns eine Vision der messianischen Zeit aus, die uns alle über die Jahre geprägt hat (wir hören sie immer wieder im Advent). Diese Texte sind gut bekannt und üben dennoch jedes Jahr eine neue Faszination auf uns aus, weil sie die Schichten unseres Menschseins berühren, die wir im Alltag vergraben oder zuschütten (es lohnt sich, sie wieder in die Hand zu nehmen). Sie wecken das Kind in uns, das zu träumen wagt und trotz scheinbarer Utopie über die Existenz einer besseren Welt die Hoffnung danach nicht verliert. Sie wecken Emotionen in uns. Es beginnt schon mit der Ankündigung der wunderbaren Geburt aus einer Jungfrau (Jes 7,14). Der Prophet fragt nicht nach den Naturgesetzen und nach der Möglichkeit der Tatsache, dass eine Jungfrau ein Kind bekommt. Das Wichtigste und Entscheidende für ihn ist, wenn Gott es will, dann kann das passieren und auch er sagt Ja dazu. Die Geburt des verheißenen Kindes bringt Licht und Frieden in die Welt. Wovon die Menschen träumen, was ihre Sehnsüchte sind, was sie selber desillusioniert nicht mehr wagen, das traut sich das Kind. Selbst noch klein und schutzbedürftig, achtet das Kind nicht darauf, was realistischerweise machbar ist, es beginnt, die Welt zu verwandeln. Seine Hoffnung und seine Zuversicht sind ansteckend. Es geht nicht darum, von heute auf morgen eine perfekte Welt zu schaffen, es geht darum, den ersten Schritt zu tun, es geht darum, mit sich selbst zu beginnen. Wo viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, viele kleine Schritte tun, dort können sie die Welt verändern. Die Geburt des Kindes ist ein Zeichen, dass dieser Prozess begonnen hat. Er ist noch nicht vollendet, aber er ist im Werden. Ob er vollendet wird, hängt auch von uns ab. Hin und wieder gibt es hoffnungsvolle Zeichen, die darauf hindeuten, dass die messianische Zeit begonnen hat, dass die Menschen in der Lage sind, Dinge zu tun, die man nie für möglich gehalten hätte. Sie übersteigen das Natürliche, das Normale, das Gewöhnliche. Der Prophet Jesaja beschreibt es im Kapitel 11 und drückt das so aus: „Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg.“ (Jes 11,9). Die Vision des Propheten und die Wahrscheinlichkeit ihrer Verwirklichung wird damit begründet, dass in dem kleinen Kind das Göttliche und das Menschliche vereint sind. Die scheinbar utopische Vision des Propheten Jesaja ist in Jesus Christus Wirklichkeit geworden, denn er hat durch sein Wirken das bestätigt, was der Prophet angekündigt hat: „Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! ... Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, die Zunge des Stummen jauchzt auf.“ (Jes 35, 4. 5-6).

Liebe Schwestern und Brüder,

Advent (das Warten mit Freude) ist ohne Weihnachten nicht denkbar und auch das Weihnachten ohne Advent nicht. Wie unangenehm uns das Warten zunächst erscheinen mag und wie widerwillig wir es vielleicht tun, müssen wir doch erkennen, dass alles seine Zeit und seinen Sinn hat. Der Prophet Jesaja weiß das. Er will es uns durch seine Texte über die messianische Zeit schmackhaft machen, er will uns dazu einladen, die Botschaft der Bibel mit den Augen des Herzens zu betrachten, denn nur so können wir sie verstehen. Er spricht die Schichten unseres Menschseins an, die sonst nie zu Geltung kommen, und aktiviert sie. Er lässt uns Kind sein, träumen und hoffen, weil wir auch das zum Leben brauchen. Für die kommende Advents- und Weihnachtszeit sowie für das bald kommende Neue Jahr wünsche ich Ihnen, liebe Schwestern und Brüder, Gesundheit, Gottes Segen wie auch viel Kraft und Hoffnung, die darin gründen, dass ER Mensch geworden ist, damit wir an seiner Göttlichkeit teilhaben dürfen.

Ihr Pfarrer

P. Sławomir Rakus SVD

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